ZEBRA KATZ

Der 9-minütige Film des schwedischen Regisseurs Daniel Wirtberg, LOUSY / IN IN IN IN, kombiniert die neuen beiden Singles von Zebra Katz.

Der Film wurde auf 35 mm gedreht und folgt Zebra Katz und einer Crew schöner schwarzer Männer, die durchs Wasser waten, darin herumplantschen und es aufwischen. Wasser, ein Symbol der Verbindung, umgibt sie. Der Film ist eine Meditation über die Selbstversorgung und die Dualität zwischen "weicher und harter Männlichkeit, zwischen introvertiert und extrovertiert", wie Wirtberg sagte.

"Zebra Katz ist eine der interessantesten und faszinierendsten Künstlerinnen auf meinem Radar und das schon seit vielen Jahren", sagt Wirtberg. Der Film entstand aus jahrelangen Gesprächen zwischen Zebra Katz und Wirtberg, die zu einem hypnotisierenden Strom des Bewusstseins führten, der im Sommer 2019 auf einem Männerreservat an der Südwestküste Schwedens stattfand. Weit vom Club entfernt, wird das Freibad des historischen Kurortes Varberg zum Ersatz. Am Ende des Films kehrt der Headbanging Beat von "IN IN IN IN" mit voller Kraft zurück, wobei Zebra in einem orangefarbenen Trainingsanzug die Treppe hinunter tanzt. Der Film zeigt Kleidungsstücke von mehreren dänischen Modedesignern wie Astrid Andersen, Tonsure, Martin Asbjørn, All At Sea.

LOUSY / IN IN IN IN wurde von einer schwedisch-dänischen Crew aufgenommen und zeigt sowohl Zebra Katz' als auch Wirtbergs außergewöhnliche künstlerische Bandbreite. Der Film ist "bedrohlich, schelmisch, launisch, aufrichtig, nachdenklich und animiert zugleich.

IN IN IN erscheint am 13.11.2019 via https://awal.ffm.to/ininin

LOUSY erscheint am 6.12.2019 via https://awal.ffm.to/lousy


Seit Jahren wird Zebra Katz immer wieder die Frage gestellt, wie denn nun eigentlich sein Verhältnis zu Queer Rap aussehe. „Oh it can’t be true? / you ain’t really into dudes?“, heißt es diesbezüglich in seinem neuesten Track „IN IN IN“ – und so legt er sich auch hier keineswegs fest; vorgefertigte Kategorien, Genrezuschreibungen & Co. haben ihn noch nie interessiert. Stattdessen ist und bleibt Katz vielmehr Architekt seiner ganz eigenen künstlerischen Welt, und er hatte noch nie ein Problem damit, gesellschaftliche Themen ganz offen anzusprechen – angefangen bei Fragen bezüglich Subjektivität und Selbstverständnis schwarzer Männer („we niggas gotta fight“) bis hin zu Fragen der Sexualität.

Co-produziert von Tony Quattro, handelt es sich bei „IN IN IN“ um den ersten neuen Track seit Katz’ Zusammenarbeit mit Gorillaz, auf deren „Humanz“-Album er im Jahr 2017 zu hören war, um im Anschluss daran auch noch mit der Gruppe auf Tour zu gehen. Seine eigenen Tracks haben derweil immer höhere Wellen geschlagen – und zwar nicht nur in der Musikwelt, sondern auch im Bereich der Kunst, im Fernsehen und in der Modewelt: Mal liefen sie bei Rick Owens auf dem Laufsteg, dann als Soundtrack zu „Broad City“ (Comedy Central) und auch in der Netflix Serie „Dear White People“.

Passend dazu hat sich der New Yorker nicht nur die Bühne mit Vince Staples und Pusha T geteilt und ist im Vorprogramm von Azealia Banks, Lana Del Rey und Die Antwoord aufgetreten, sondern stand auch bei der Art Basel und im MoMA PS1 auf der Bühne.

Der New Yorker Performancekünstler Zebra Katz, bürgerlich Ojay Morgan, sorgte schon Anfang des Jahrzehnts mit dem Titel „Ima Read“ für Furore. Die Tatsache, dass er gängige Hip-Hop-Klischees auf den Kopf stellt und sich stattdessen auf die Ballroom- und Voguing-Bewegungen der Sechziger bzw. Achtziger bezieht, macht seinen minimalistischen Sound so einzigartig.