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Amadou & Mariam „La Confusion“

Das neue Album des Grammy-nominierten Duos erscheint im September bei Because Music/ Warner Music. Amadou & Mariam spielen in den kommenden Monaten eine Reihe internationaler Live-Dates, darunter auch ein Konzert in Frankfurt (22.08., Summer In The City, Palmengarten) und Auftritte in bekannten Spielstätten wie dem Le Cigale in Paris (08.09.) und dem The Troxy in London (04.11.), sowie in Hamburg auf dem Reeperbahn Festival!

„Unser Ziel war es schon immer, unsere eigene Musik mit großartigen, talentierten Musikern zusammenzubringen“, sagt Amadou Bagayoko. „Wir wollten Mauern einreißen und unsere Ohren einem neuen Sound öffnen. Und wir wollen die Musik Malis auf eine Weise transportieren, die möglichst vielen Menschen auf der Welt etwas sagt.“ Mariam Doumbia, mit der er seit 37 Jahren verheiratet ist, fügt hinzu: „Wir lieben, was wir tun und wir möchten mit unserer Musik die Menschen glücklich machen, humanitäre Arbeit leisten und eine positive Botschaft in die Welt senden.“

Mit der Veröffentlichung von „La Confusion“, ihrem achten internationalen Album, kehren zwei der beliebtesten afrikanischen Künstler des 21. Jahrhunderts zurück, um ihre Mission als erfolgreichste musikalische Botschafter des Kontinents fortzusetzen. „Wir waren für ein Weilchen verschwunden, doch jetzt sind wir wieder da, begeistert von unseren neuen Songs“, erklärt Amadou. „Wir haben nie aufgehört, Amadou & Mariam zu sein, haben aber auf den besten Moment gewartet, mit brandneuer Musik und jeder Menge Energie für die Live-Shows zurückzukommen.“

Nach den letzten beiden Alben „Welcome To Mali” (2009) und „Folila” (2012), die afrikanische Soulmusik mit Electro-Pop, Art-Rock und Hip-Hop zusammenbrachten und eine bunte internationale Gästeschar aufboten, steht das neue Album „La Confusion“ für einen Back-to-Basics-Ansatz: Lediglich ihr Produzent Adrien Durand und ihnen gut bekannte afrikanische Musiker leisteten ihnen im Studio Gesellschaft, darunter Kora-Spieler Djeli Moussa Diawara und der junge Ngoni-Virtuose Youssouf Diabaté.

Das Album beginnt mit „Boufou Safou“, einem afrikanischen Disco-Song, der sich vor afrikanischen Dance-Pionieren wie William Onyeabor verbeugt. Spätestens, wenn Amadou im Song „Fari Mandila“ seine Telecaster zur Hand nimmt, kann man förmlich seinen Adrenalinstoß spüren, erstmals wieder Songs ihres dritten Albums, dem Memphis-Soul-inspirierten „Wati“, zu spielen. „Yiki Yassa“ verpasst einem Song aus ihren Tagen an der Elfenbeinküste einen frischen Anstrich, „Diarra“ hat einen zeitlosen, Stevie-Wonder-artigen Reggae-Vibe. 

Thematisch haben Amadou & Mariam (die all ihre Songs getrennt voneinander schreiben – er bevorzugt es, am kühlen Morgen zu arbeiten, sie liebt die Stille der Nacht) ihre bisher zeitkritischsten Stücke vorgelegt. So setzt sich „Femmes Du Monde“ für die Gleichberechtigung der Geschlechter in Mali ein, „C’est Chaud“ erzählt die Geschichten von Afrikanern, die gezwungen sind, ihr Zuhause zu verlassen und in die Immigration zu gehen, das Meer zu überqueren ohne zu wissen, welches Leben sie in Europa erwartet – falls sie es überhaupt bis dorthin schaffen. „Fari Mandila“ kritisiert die Untätigen, „Ta Promesse“ erteilt jenen einen Lektion, die stets viel zu früh aufgeben und ihre Pflichten nie vollständig erfüllen, „Gnagamina“ schließlich thematisiert unsere turbulenten Zeiten und den Terror, mit dem heute so viele leben müssen.

Und das nicht zuletzt auch in Mali, denn „La Confusion“ erscheint zu einer Zeit, da die Heimat Amadou & Mariams großen Herausforderungen ausgesetzt ist. Als ihr letztes Album „Folila“ gerade veröffentlicht worden war, wurde Mali von einer Serie von Katastrophen erschüttert, darunter ein Staatsstreich, Aufstände und die Übernahme eines Großteils des nördlichen Mali durch Islamisten. „Wir haben das Album in Frankreich aufgenommen“, sagt Amadou, „zum Schreiben der Songs wurden wir jedoch von den Veränderungen in Mali und der Welt inspiriert.“

Amadou & Mariam lernten sich 1975 kennen, als sie das Institute for Young Blind im malischen Bamako besuchten (wo sie bis heute ein alljährliches Benefizkonzert spielen). Beeinflusst von den Platten von Jimi Hendrix und Pink Floyd ebenso wie von traditioneller afrikanischer Musik, begann das Paar 1983, als Duo Musik zu machen. Ihren Übergang von Weltmusik-Bühnen zu Rockfestival-Headlinern vollzogen sie 2005 mit dem von Manu Chao produzierten „Dimanche à Bamako“, eines der meistverkauften afrikanischen Alben aller Zeiten. 

In jüngeren Jahren waren Amadou & Mariam unter anderem mit Coldplay und U2 auf Tour, unterstützten ihren musikalischen Helden Gilmour bei einem London-Konzert als zweite Gitarristen und jammten mit Johnny Marr. Sie traten beim Friedensnobelpreis-Konzert zu Ehren von Barack Obama auf, spielten bei den Eröffnungszeremonien der letzten beiden FIFA Weltmeisterschaften, begeisterten auf der Main Stage des Glastonbury und supporteten Blur bei ihrem Konzert in Hyde Park. Manu Chao und Damon Albarn stellten ihre Produktionsfähigkeiten für ihre Alben zur Verfügung, zudem wirkten Amadou & Mariam regelmäßig bei Albarns „Africa Express“-Events mit, wo sie mit Musikerin wie Johnny Marr oder Flea von den Red Hot Chili Peppers zusammenspielten. Darüber hinaus beteiligten sie sich an weiteren interkulturellen Projekten wie „L’Afrik C’est Chic“. Für besonderes Interesse sorgten auch die „Eclipse“-Konzerte des Duos – Shows, die in kompletter Dunkelheit stattfinden und dem Publikum so ermöglichen sollen, die Musik so zu erleben wie Amadou & Mariam.

Artist: Amadou & Mariam

Album: La Confusion

VÖ: 22.09.2017

Label: Because Music

Vertrieb: Warner Music


Live: 

22.08. Frankfurt - Palmengarten

22.09. Hamburg - Große Freiheit

19.11. Düsseldorf - Capitol Theater


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