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The Soul Session “Two”

Am Ende dreht sich alles um die Liebe. Das zweite Album von The Soul Session handelt genau davon. Ralph Kiefer, Multi-Instrumentalist, Komponist und Produzent aus dem Süden Deutschlands unternimmt auf „two“ eine Reise durch die Genres Soul, Jazz, Funk und World Music. Als respektierter Musiker im Jazz und dessen Nachbar-Disziplinen gelang Kiefer 2011 mit dem Debüt von The Soul Session ein bemerkenswerter Aufschlag. “one” lebte von einem starken Groove, „two“ fügt dem nun eine spirituelle und eklektische Dimension hinzu.

“Quantraversa” und die Stimme von Neo-Soul-Queen Georgia Anne Muldrow aus Las Vegas eröffnen „two“ mit einem rhythmischen Statement. Das Wort “Quantraversa” findet man in keinem Wörterbuch. Doch darum geht es nicht, erläutert Ralph Kiefer. “Das Album ist eine Reise ins innere Ich. Der Aufnahmeprozess war wie eine Meditation. Meist begann ich mit einem einfachen Loop, oder der Idee für eine Melodie. Daraus entwickelte sich dann alles Weitere, ich ließ es einfach geschehen. Als ich die Texter und Sänger einbezog, nahmen meine Entwürfe oft eine unerwartete Wendung und endeten oft in etwas wunderbar Neuen“.

“The Passage” ist das beste Beispiel für Ralph Kiefers vorausschauende Arbeitsweise. “Ich arbeite zumeist mit meinem mobilen Studio. Heutzutage kannst Du fast alles aufnehmen, wo auch immer man sich gerade befindet. Du brauchst nur ein gutes Mikrophon. Einige meiner Gäste nahmen ihren Part zudem in ihrem eigenen Studio auf.” So arbeitete auch Tokunbo Akinro, die Stimme von Tok Tok Tok. Sie verwandelt “The Passage” in einen futuristischen Soul-Tune. “Live Your Life” stellt Anaj vor. Sie drückt die zentrale Botschaft des Albums aus. Der Groove ist frei und bestimmend zugleich, behält die Kontrolle und lässt wieder los. Und dann ist dort natürlich “Wish The Beat To Never Stop”. Über diesen Track ist Kiefer besonders glücklich. “Ich bin seit seinem ersten Album auf  Talkin’ Loud ein Fan von Omar und sehr stolz darauf, dass er auf meinem Album zu Gast ist.” Omars einzigarte UK Soul-Phrasierung fügt sich nahtlos in den in unübertriebenen und gut informierten Sound von The Soul Session ein.“

Zwei Suiten stellen das Herzstück von “two” dar. Die “Kalimba Suite” beginnt mit einem Klaviermotiv, Percussion und einer Kalimba-Einlage. “Steely Dan” verrät schon im Titel worum es geht. Man glaubt es geht direkt in „Do It Again“ über, aber nein, die Suite endet in einer instrumentalen Jam Session. “Transformation” schließt die “Kalimba Suite” perfekt ab, behält das Rhodes im Spiel und fügt kosmische Synthesizer hinzu. Für die “Liberation Suite” geht Anaj wieder ans Mikrophon. “Got To Go Where To Go” ist großer Spaß mit viel Funk. “Samba De Alfana” lockt mit brasilianischem Anklängen und einem distinguierten Jazz-House-Beat auf die Tanzfläche. Das Motto “Liberation for the nation” und der karibische, an „Funky Nassau“ erinnernde Groove findet in „Liberation“ abschließende uneingeschränkte Zustimmung: “Open up your mind!”

Das Motiv von “You Are Everything” lässt an Horace Silver zurückdenken, die Stimme von Jiddu Krishnamurti findet hier ein passendes Zuhause: “Sein Philosophie ist ein wichtiger Motor für meinen kreativen Prozess. Krishnamurti’s Botschaft ist in unseren turbulenten Zeiten relevanter denn je. Ohne den Blick auf sich selbst zu richten gibt es keine Grundlage für friedvolles Denken und Handeln“, sagt Kiefer. Fatma Tazegül schließt das Album und schickt “Never Let Me Go” mit ihrer beseelten Gospel-Stimme in eine andere Dimension. Man denkt an die Offenheit und der Funk- und Fusion-Ära in den Siebzigern, oder an den Acid Jazz der Neunziger und ahnt, worum es bei “two” geht: Frieden, Engagement, Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und eben die Liebe.

Artist: The Soul Session

Album: Two

VÖ: 22.09.2017

Label: Agogo Records

Verrtieb: Indigo

Format: DL/ CD/ LP


Credit Jana Ondrej

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