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CAMILLE „OUÏ“

Vier einzigartige Studioalben veröffentlichte Camille bisher, erhielt zahlreiche Preise und Platin-Auszeichnungen, machte sich einst durch ihre Mitwirkung bei Nouvelle Vague und später als Schauspielerin einen Namen – und kündigt nun, sechs Jahre nach ihrem letzten Album „Ilo Veyou“, endlich ihr neues Studioalbum an: „OUÏ“ heißt es und wird am 2. Juni erscheinen. Über die Dauer eines Jahres in La Chartreuse aufgenommen, ein ehemaliges Kloster und heutige Künstlerresidenz im französischen Avignon, ist „OUÏ“ ein Füllhorn, aus dem Folk, Hymnen, Balladen, Pop, Wiegenlieder und atemberaubendes A cappella gleichermaßen erklingen. 

„Darin spiegelt sich die Geschichte des Albums wider, das sich von geheimnisvollen Trommeln“ –Percussion bildet das durchgehende Fundament – „zu den Höhen, Harmonien und Helligkeiten in meiner Stimme bewegt“, kommentiert die Sängerin und Komponistin. Ihre Stimme, ein Instrument von bestechender Bandbreite und gewaltiger Kraft, liefert sämtliche Gesangsparts auf „OUÏ“. „Jede Stimme erzählt eine eigene Geschichte“, sagt sie. „Und ich bin all diese Stimmen.“

Co-produziert von Camille und ihren langjährigen Wegbegleitern, Komponist und Multi-Instrumentalist Clement Ducol und Ton- und Mixing-Ingenieur Maxime Leguil, und maßgeblich geprägt vom vielseitigen analogen Moog-Synthesizer, ist „OUÏ“ ein Werk mit einem eigenen Puls. „Es hallt wirklich nach“, sagt Camille. „In manchen Songs gibt es keine Drums, nur einen Sub-Bass als Kick-Drum, der die Richtung weist und dem Stück seinen Beat gibt.“

War sie zunächst darauf aus gewesen, politisch aufgeladene Songs zu schreiben, die ihre Inspirationen von jahrhundertealten, Trommel-getriebenen französischen Traditionstänzen bezogen und die jüngsten, tragischen Ereignisse im Land reflektierten, führten sie ihre Erkundungen von Sound am Ende zu etwas Friedvollem, Vokalgeprägtem, Schwingenden. So erklärt sich auch der Albumtitel, „Oui“ – uuu ...iii – ein Spiel mit Klängen und Sprache, ein Ausbrechen aus seinen oftmals auferlegten Beschränkungen. Auch dass sie ein zweites Mal Mutter wurde, spielte eine Rolle: „Meine Kinder zu haben, löste in mir den Wunsch aus, wieder in den Strudel des Lebens, der Liebe, des Klangs einzutauchen. All das Bemuttern hat mich zu einem Konzept des Fließens geführt. Ich sehe diesem kulturellen Wiederwachen geradezu begeistert entgegen, dieser Rückkehr auf die Erde.“

Auch „Fontaine du Lait“, die erste Single des Albums, beschwört mit ihren Flötenklängen und Arrangements, die sich wasserfallartig überlagern, das Konzept des Fließens herauf. „In diesem Track ist alles im Fluss“, sagt Camille. „Ich dehne französische Worte so, dass sie sich geradezu flüssig anfühlen. Ich denke, wir Franzosen sollten weniger strikt sein. Klangerzeugung hilft uns allen, uns offener zu fühlen, meinen Sie nicht auch?“

Zwei traditionelle französische Stücke, „Je méne les Loup“ und „Twix“, nehmen ebenfalls ihre Rolle in dem Werk ein, während „Seeds“, der einzige englischsprachige Song des Albums, sich darum dreht, zu ernten, was man gesät hat. „Lasso“, mit seinen uneinheitlichen Rhythmen und Worten, erzählt davon, wie man auswerfen, einholen und dann doch immer wieder leer ausgehen kann, und „Sous Le Sable“ ist eine Ode an eine geheimnisvolle Frau namens Laure/L’Or, die unter dem Sand lebt. 

Insgesamt sind es die französische Sprache und die Magie des Klanges, die „OUÏ“ dominieren. Außerdem zollt das Album Camilles Vater Tribut: „Mein Vater war ein Sänger, und obwohl er nicht von der Musik lebte, wies er mir doch definitiv den Weg. Dies ist das erste Mal, dass er mein neues Album nicht hören wird, was womöglich auch der Grund ist, weshalb ich es ‚Ouï’ getauft habe – ‚Qui’ wie ‚gehört’. Ich wollte etwas so Vibrierendes, so Schönes erschaffen, dass er es hören kann, wo auch immer er jetzt ist. Musik hat mir schon immer dabei geholfen, auf einem anderen, sehr unterschwelligen Level zu kommunizieren“.

Camille, die sich mit ihren Live-Auftritten einen herausragenden Ruf erarbeitete – die Palette reicht dabei von ausverkauften Crossover-Kunst-Happenings zwischen Paris, London und Sydney bis hin zu einer intimen Tour durch Kirchen in der Beaujolais-Region –, wird die Veröffentlichung von „OUÏ“ über die Sommermonate mit einer Tour durch ihre französische Heimat zelebrieren. 

Artist: Camille

Album: Oui

Label: Because

Vertrieb: Warner Music

VÖ: 02.06.2017


Live-Termine:

18.09.2017 Berlin, Festsaal Kreuzberg

19.09.2017 Hamburg, Mojo

20.09.2017 München, Freiheiz


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