Hejira

Hejira veröffentlichen ihre neue Single „Ribs“

Mit der neuen Single „Ribs“, die ab sofort erhältlich ist, kündigt die Londoner Band Hejira ihr neues Album Thread Of Gold an. Der zweite Longplayer von Hejira wird am 22. Februar 2019 bei Lima Limo Records erscheinen. 

Ein idealer Vorbote ist das emotionale Stück „Ribs“ schon deshalb, weil der Titel „auf etliche der Themen des neuen Albums anspielt und sie zusammenführt, also ein echtes Kernstück ist“, wie die Band sagt. Wie frühere Aufnahmen von Hejira, ist auch „Ribs“ das Produkt eines längeren Schreib- und Aufnahmeprozesses, allerdings erzählt die Band auch mit dieser neuesten Single eine klar umrissene Geschichte: „Ribs“ widmet sich der Flüchtlingskrise, wobei sie ihren Blick insbesondere auf den Tiefpunkt im Jahr 2015 richten und dieses komplexe Thema anhand etlicher persönlicher Anekdoten einkreisen, der Song also auf Erfahrungen basiert, die Hejiras Mitglieder selbst gemacht haben. Sehnsüchtig, abwechslungsreich orchestriert, auch ein wenig düster klingt „Ribs“ mit seinem Fokus auf den Gesang, seinen packenden Klaviermelodien – wobei eine Zeile aus dem Refrain das Gefühl auf den Punkt bringt: „these broken ribs will protect you“. 

Wie die Single „Ribs“ handelt auch das dazugehörige Album Thread Of Gold von der Beziehung der Sängerin, Bassistin und Co-Songwriterin Rahel Debebe-Dessalegne zu ihrem Heimatland Äthiopien – eine Beziehung, die sich zuletzt, nach dem Tod ihres Vaters, grundlegend verändert habe: Die Sängerin war mit ihrer Band nach Addis Abeba gereist, auf der Suche nach ihren Wurzeln, nach Vorfahren und kultureller Identität, was schließlich in eine weiterführende Erkundung der Region und der Geschichte, der musikalischen Traditionen und Eigenheiten mündete. In einem Prozess, der Jahre dauerte und etliche Stationen hatte, ermöglicht durch ein mobiles Aufnahmeverfahren, konnten die Bandmitglieder ihre Trauer schließlich überwinden – und etliche neue Einflüsse und Erfahrungen ins kollektive Songwriting einfließen lassen. Gerade der Ortswechsel habe, wie die Band sagt, ihrer eigenen Identität eine ganz neue, sehr viel tiefer gehende Bedeutung gegeben. Über die Verbindung zwischen diesen eigenen Erfahrungen und Begegnungen in Äthiopien und dem Thema Flüchtlingskrise, um das sich u.a. „Ribs“ dreht, sagt Produzent und Multiinstrumentalist Sam Beste: „Der Schmerz, den so ein Todesfall auslöst, und der Schmerz, der mit dem Verlassen der Heimat verbunden ist, was auch heißt, dass man sich eine neue Identität suchen muss – das beides sind Erfahrungen, deren Intensität zwar sehr unterschiedlich ist, aber in beiden Fällen geht es um Verlust.“ 

Zutiefst persönlich und zugleich universell und global, was das Grundgefühl, aber auch die Instrumentierung und den Sound angeht, kommt bei „Ribs“ eine ganze Reihe von musikalischen Fäden zusammen, die Hejiras Ansatz ausmachen. Seit Jahren schon arbeitet das Trio in verschiedenen Jazz- und Big-Band-Konstellationen zusammen, und auch die vielen Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Amy Winehouse, Nitin Sawhney, Floating Points und Eric Lau haben dazu geführt, dass sie sich heute blind verstehen, ihr kompositorischer Ansatz auf purem Instinkt und gegenseitiger Inspiration basiert. Ihr Popbegriff beinhaltet auch deshalb sehr viel Tiefgang, viel Soul, viel musikalisches Wissen – und er verrät zugleich ihren Hang zum Jenseitigen, zu Übersinnlichem und Unvorhersehbarem. 

Hejira wurde im Jahr 2010 gegründet, nachdem Beste, Debebe-Dessalegne und der Multiinstrumentalist Alex Reeve ihr gemeinsames Studio im Südosten von London aufgebaut hatten. Seither haben sie sich immer wieder auch andere Musiker an ihre Seite geholt, sowohl auf der Bühne als auch im Studio – musikalische Verwandte: „Cousinen und Cousins“, sagen sie, bzw. „Geschwister“ des Kerntrios. 

Nach der Veröffentlichung ihres gefeierten Debütalbums Prayer Before Birth bei Matthew Herberts Label Accidental Records im Jahr 2013, auf das noch mehrere EP-Veröffentlichungen bei Accidental sowie bei Eglo Records (das Label von Floating Points) folgen sollten, gründete die Band 2016 ihr eigenes Label Lima Limo Records. Benannt nach der gleichnamigen, geschwungenen Gebirgskette im Norden von Äthiopien (auch am Logo zu erkennen), beheimatet das Label inzwischen nicht bloß ihre eigenen Aufnahmen, denn die Londoner Band hat eine Reihe von gleichgesinnten Musikern um sich versammelt, die ähnlich unvergleichliche, ähnlich wundervolle Wege beschreiten wie Hejira. 

Info

LIMA LIMO RECORDS  

VÖ: 24. OKTOBER 2018


Hejira im Netz:

Website: www.hejira.info

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