TNGHT

Hudson Mohawke & Lunice haben offensichtlich zu lange den Mond angestarrt: TNGHT veröffentlichen EP „II“ am 12. November via WARP

HIER die EP anhören!

... und genau dann, wenn man sie am meisten braucht – sind sie zurück! Nachdem sie gerade erst einen gefeiertes Essential Mix für BBC Radio 1 abgeliefert haben, kommt die schillernde Mondsichel von TNGHT, dem Schulterschluss von Hudson Mohawke (Ross Birchard) und Lunice (Lunice Fermin Pierre II), endlich wieder komplett zum Vorschein. Sieben Jahre liegt die Veröffentlichung ihrer Debüt-EP inzwischen zurück; ein Werk, das ganz beiläufig auch den Pop-Sound des aktuellen Jahrzehnts prägen sollte. Nun haben sich die beiden Producer aus Glasgow und Montreal, längst vom Bedroom- zum Superproducer-Status avanciert, erneut zusammengetan – für ein Album, das im Verlauf von sieben Tracks jeden ihrer zahllosen Einflüsse aufgreift, zerstückelt, umkrempelt und neu verschnürt. „TNGHT II“ erscheint digital am 12. November 2019 bei Warp & LuckyMe, gefolgt vom physischen Release am 24. Januar 2020.

Auf „TNGHT II“ sind die Wahnsinns-Regler bis zum Anschlag aufgedreht. Auf der neuen EP erkundet das Producer-Duo neue Formen: Die beiden haben zwischenzeitlich mehr Equipment angehäuft, haben ein paar Hits gelandet, auch die Lautsprecher sind dieses Mal größer. FL Studio haben sie mit bestimmt 1000 neuen Flötensounds gefüttert.

 „Obwohl sie ganz anders klingt als die erste Platte, ist die Energie doch dieselbe. So klingen nur wir.“ - Lunice

„Serpent“ und „Gimmie Summn“ rahmen die EP wie einen miesen MDMA-Trip ein: metallische Beats, gepaart mit Gebell und Gekreische von Lunice. Musik, die nichts mit seichten Podcasts zu tun haben will. Musik gegen Café-Beschallung. Für ihren Vorab-Banger „Dollaz“ pulverisieren sie eine Rap-Passage, destillieren die Zeile und liefern eine Essenz für die Ewigkeit: „They“. „Just“. „Dollaz“. Einzelne Silben, zurechtgestutzt, rausgehauen. Ungenutzte Pop/A-capella-Spuren aus zurückliegenden Sessions werden hier zu bouncenden Synthie-Kopfzeilen, hat man so noch nie gehört. Die DNA von „Dollaz“ ermöglicht denn auch Rückschlüsse über die Studios, in denen sich diese beiden Herren in den letzten Jahren aufgehalten haben. Bei „What_It_Is“ schwingt eine Verneigung vor jenen Producer-Legenden aus Virginia Beach mit, mit denen die beiden aufgewachsen sind. Per Crossfader bringt HudMo auch noch einen Goodie Mob-Refrain ins Scratch-Spiel. Auf „First Body“ gibt’s sogar eine Weltpremiere – denn das geht in Richtung „bad bad not bunny“: Nackte Midi-Flöte plus Saxofon, unten ohne, auf TNGHT-Fundament. Wer macht das sonst bitte? Der nächste Track drischt so hart auf die Hörer*innen ein, saugt sie komplett rein ins Wurmloch: „Club Finger“ – da ist Krawall vorprogrammiert. Der vorletzte Titel „I’m In A Hole“ hat dann sogar etwas Episches, mit massiven Streichern und pointierten Vocal-Samples, die zwischenzeitlich selbst die maschinellen Drum-Solos darunter verdunkeln. Überhaupt sind TNGHT nach wie vor unerreicht in Sachen Drum-Programming. Die Art und Weise, wie sie hier um ein verzogenes Klaviersample gestrickt sind, gibt dem Track ein emotionales Gewicht, das man so noch gar nicht von ihnen kannte.

Die beiden Köpfe von TNGHT sagen über die neue Platte, dass sie zusammen noch nie so viel Spaß im Studio hatten. Als sie damals anfingen, gab es keine Vorbilder, keine klare Verortung für TNGHT – und „II“ macht die Sache kein bisschen einfacher, im Gegenteil. TNGHT machen einfach. Weil sie’s so machen wollen. 

„Ich glaube, es ist schon mal ein gutes Zeichen, wenn wir etwas als schräg oder erfrischend anders wahrnehmen. Es muss uns schon ein bisschen zusetzen beim Hören.“ – HudMo

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Live-Termine:
18.03.2020 Berlin - Gretchen
20.03.2020 Köln - CBE

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