Portico Quartet / Monument

Das neue Album erscheint am 12. November 2021

Portico Quartet kündigen ihr neues Album Monument an! Das von elektronischen Sounds geprägte neue Album, auf dem die Briten so direkt wie nie zuvor klingen, erscheint nur wenige Monate nach der Veröffentlichung ihrer minimalistischen Ambient-Suite Terrain.

Es kommt äußerst selten vor, dass eine Band gleich zwei Alben binnen eines halben Jahres vorlegt. Noch ungewöhnlicher ist, dass diese beiden Werke – im konkreten Fall: Terrain und Monument von Portico Quartet – vollkommen unterschiedlich klingen, beide Alben aber dennoch gleichermaßen wichtige Meilensteine darstellen. Die Ironie liegt auch darin, dass die Band die Arbeit am konzentriert-direkten Album Monument ursprünglich schon im Mai 2020 begonnen hatte, also lange bevor das verträumt-ausladende Terrain am Horizont sichtbar werden sollte. Zwischenzeitlich sogar als zwei Seiten desselben Albums konzipiert, fassten die Briten schließlich doch den Entschluss, diese zwei so grundverschiedenen Ansätze als eigenständige Einheiten zu behandeln. Obwohl sie parallel zueinander konkrete Formen annehmen und sogar in denselben Aufnahme-Sessions aufgenommen werden sollten, sind die beiden Alben dementsprechend als zwei sehr unterschiedliche Werke zu verstehen, basierend auf gegensätzlichen Ansätzen und unterschiedlichen Formvorstellungen.

Monument zählt ganz klar zu den zugänglichsten, unmittelbarsten Alben, die Portico Quartet aufgenommen haben. Drehte sich Terrain um die düsteren Aspekte und jene Stimmungen, mit denen sich Duncan Bellamy und Jack Wyllie aufgrund der Pandemiesituation konfrontiert sahen, dann fungiert Monument als Ode auf bessere Zeiten am Horizont. Zwar keine klassische Dance-Platte, hat das Album doch diese treibende Energie, haben die Stücke etwas Schillerndes, absolut Fokussiertes. „Vermutlich ist es das gradlinigste und direkteste Werk, das wir je gemacht haben“, meint auch Jack Wyllie. „Es hat Melodien, hat Struktur, und alles ist sehr sparsam eingesetzt, was die Sache sehr effizient macht. Innerhalb der Musik gibt es kaum Stellen, wo etwas gesucht oder verschwenderisch eingesetzt wird. Alles sind in sich abgeschlossene Ideen: ganz exakte Skulpturen, die wir als polierte Artefakte präsentieren.“ Bellamy sieht das neueste Album „irgendwo zwischen den Alben Portico Quartet und Art In The Age Of Automation. Dieser elektronische Einschlag ist womöglich noch deutlicher: Es sind mehr Synthesizer zu hören, mehr elektronische Elemente als je zuvor, und dazu sind die Stücke häufig stromlinienförmiger und rhythmischer.“

Nach dem leichtfüßigen „Opening“ schalten die Briten gleich in den höchsten Gang: „Impressions“ ist pointiert, ein energisches Statement, in dem sie Club-Beats mit Hang-Klängen verbinden, während sich darüber noch ein graziles Saxofon ausbreiten darf. Die Balance zwischen diesen Elementen verhandeln sie kontinuierlich weiter im Verlauf des Stücks, indem sie Melodien und Rhythmik immer wieder neu konfigurieren, die handgemachte, menschliche Note mit maschinengleicher Gradlinigkeit kontrastieren. „Ultraviolet“ ist ein kaleidoskopischer Track mit Krautrock-Fundament: Auf das eindringliche Intro folgt ein druckvoll pulsierender Beat. Das schwermütige „Ever Present“ basiert auf einem schlichten Klavier-Refrain. Auch Nostalgie schwingt in dieser Melodie mit, unter der Schlagzeug und Bass ineinandergreifen, bis alles doch ins Euphorische aufbricht. Der Titelsong „Monument“ ist um ein Vocal-Sample, Schlagzeug und eine mysteriöse Melodie aufgebaut, bis zum Schluss eine hauchdünne Synthesizer-Spur den Ton angibt – und auch hier liegt die (Leucht-)Kraft im Weglassen. „AOE“ hingegen springt wie ein umgelegter Schalter von einer Position in die andere: Erst ist es die Spannung zwischen pastoralem Cello und Saxofon, dann plötzlich dominiert das Schlagzeug – und fürs Saxofon bleibt nur noch ein Nachhall, zusammen mit einer aufblitzenden Synthesizer-Spur. „Warm Data“ schlägt in dieselbe Kerbe wie auf zurückliegenden Alben etwa „Current History“ oder „Laker-Boo“: Instrumental-Minimalismus, vermählt mit Drum-Maschinen und Synthesizern. Portico Quartet lassen das neue Album mit „On The Light“ ausklingen, einem Stück, das ein Gefühl von Spannung und Freiheit vermittelt, was am zuckenden Schlagzeug von Bellamy und dem atmosphärischen Saxofonspiel von Wyllie liegt. Sinnträchtig und bittersüß, ist es der perfekte Schlusspunkt für dieses neueste Monument der Briten.

Info

GONDCD043 / GONDLP043

Formate: CD//2LP//DL

porticoquartet.lnk.to/Monument

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gondwanarecords.com

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