Phil France "Circle"

Der aus Yorkshire stammende und heute in Manchester lebende Komponist, Bassist und Producer Phil France ist vor allem für seine langjährige Arbeit mit The Cinematic Orchestra bekannt: An der Seite von Gründer Jason Swinscoe komponierte, arrangierte und produzierte er Teile von Klassikeralben wie Everyday, Man With The Movie Camera, Ma Fleur sowie den mehrfach prämierten Soundtrack zum Dokumentarfilm The Crimson Wing (dt. Das Geheimnis der Flamingos). Im Jahr 2013 veröffentlichte France mit The Swimmer (GOND016) sein Solo-Debütalbum, einen epischen Longplayer, mit dem er an das Erbe von Film-/Soundtrack-Komponisten wie John Carpenter und Vangelis anknüpfte, wie auch an das Werk von Minimalismus-Ikonen à la Steve Reich und Philip Glass.

 

Fünf Jahre später kommt nun der Nachfolger, das schlicht Circle betitelte zweite Soloalbum – wiederum ein zutiefst persönliches Werk, wie der Brite betont. Er habe damit an Ideen angeknüpft, die schon während der Aufnahmen zu The Swimmer entstanden seien. „Es sind Klangblöcke, in denen sich komplexe Minimal-Arpeggios und elektronische Texturen befinden, die sich auf subtile, einzigartige und melodische Art weiterentwickeln und immer weiter verändern.“ Der Trance-ähnliche Zustand und die Stimmung des Titelsongs „Circle“ sorgte dafür, dass France intensiv über Zyklen und Kreisläufe nachdachte, so dass daraus schließlich das zentrale Konzept des neuen Albums wurde: „Alle Ideen und Moden kommen und gehen – sie kehren zyklisch wieder. Man sagt doch, dass sich bei manchen Sachen ‘der Kreis schließt’, und genau darum geht es mir, denn dieses Album steht für meine jüngsten Erfahrungen als Mensch und Musiker, nachdem ich 15 Jahre lang als Bassist und Komponist mit The Cinematic Orchestra unterwegs war. Für mich ist der Kreis ein starkes Symbol der Geschlossenheit, der Stärke und Inklusion. Letztlich war es mein Ziel, basierend auf diesen Werten etwas Schönes zu kreieren.“

France beginnt sein neues Album mit dem Titelsong „Circle“, der auf einem minimalistischen Loop basiert, verziert mit weiteren Melodien und sich wandelnden Harmonien. „Bells“ entstand auf einem Arpeggiator und die Stimmung geht in diesem Fall ganz klar in Richtung Electro-Sound aus Frankreich. „The Jackal“ basiert auf einer Idee, die ursprünglich schon für den Soundtrack zu The Crimson Wing zum Einsatz kommen sollte. „Cathedrals“ kommt mit improvisiertem Intro, Orgel à la Philip Glass und Vokal-Schichtungen, die von Colin Stetsons Arbeiten inspiriert sind. Der Kreis schließlich sich tatsächlich, wenn der Track „Circle“ ganz zum Schluss als Reprise wiederkehrt – nunmehr jedoch mit diversen zusätzlichen Klavier-Spuren. Für France ist damit jedoch noch nicht das Ende erreicht: „Denn der Kreist ist nun mal unendlich. Während der Arbeit an diesem Album wurde ich immer wieder daran erinnert, dass nichts stillsteht, unverändert bleibt, und dass sich alles im ständigen Wandel befindet. Ich versuche darauf positiv zu reagieren: Diese Einsicht als Chance zu begreifen, schließlich kann daraus positive Veränderung resultieren“, so France. Was sein Album Circle so einzigartig macht, ist dieses Gefühl von Bewegung und Flow, aber auch von Ruhe und Schönheit.

Info

Artist: Phil France

Album: Circle

VÖ: 31.08.2018

Label: Gondwana Records

Vertrieb: Groove Attack


Web: http://www.philfrancemusic.com

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