NEIL FRANCES

Album "There Is No Neil Frances" am 28.01.2022 via Nettwerk

Es gibt etwas, das Sie wissen müssen: Es gibt keinen Neil Frances.

Okay, irgendwie schon. Neil Frances ist kein Solokünstler, sondern der Name eines Duos, das aus dem in Sydney geborenen Jordan Feller und dem in Südkalifornien lebenden Marc Gilfry besteht. Und damit Sie sich daran erinnern, dass Neil Frances keine Person ist, hat das Duo seine kommende Debüt-LP, die 2022 erscheinen soll, There Is No Neil Frances genannt.

Feller und Gilfry lernten sich 2012 kennen und gründeten die Band 2016, nachdem beide von London bzw. New York nach LA gezogen waren, um neue Projekte zu verfolgen. Feller begann seine Musikkarriere zu Hause in Australien als Hip-Hop-besessener, autodidaktischer DJ für elektronische Musik, während Gilfry in einem musikbegeisterten Haushalt aufwuchs und in mehreren Bands spielte und sang. Mit Gilfrys angeborenem Gespür für Hooks und Melodien und Fellers enzyklopädischer Fähigkeit, sich an Klänge zu erinnern und seinem umfassenden Wissen über Produktion, fanden die beiden schnell zueinander und begannen, ihre Art von Beat-getriebenem Pop zu entwickeln, der eine organischere Wärme besitzt als die meiste moderne Musik. Da sie besonderen Wert auf ihre mitreißenden Live-Auftritte legten - immer mit einer mehrköpfigen Band und nie mit Playback -, erwarb sich die Gruppe schnell den Ruf, auf der Bühne ein Muss zu sein. Schon bald begann sich ihr Ruf als vielseitiger Act mit einem breiten Spektrum an Talenten bei Zuhörern aller Art zu festigen.

"Ich glaube, dass die Leute, die unsere Songs hören und zu unseren Konzerten kommen, sehr unterschiedlich sind, und wir haben das Gefühl, dass das das Ergebnis von etwas Bewusstem ist", sagt Gilfry. "Jordan und ich wollten mit unserer Musik schon immer etwas aufbauen, das groß genug für alle und jeden ist.

Das Duo hat von Anfang an kontinuierlich an der Musik für das neue Album gearbeitet, und zwar seit kurz vor Ausbruch der Pandemie, aber noch länger auf diesen Höhepunkt hingearbeitet. Die 2018 erschienene Debüt-EP Took A While mit ihrer Mischung aus psychedelischen Grooves und einem rohen, funkigen Spirit hat den Act fest auf der Landkarte verankert und ihnen Tour-Slots mit etablierten Acts wie Jungle, SG Lewis und Unknown Mortal Orchestra beschert. Und jetzt wird There Is No Neil Frances ihre Reichweite mit seinem unbestreitbaren Groove und seinem sonnigen, auf Realismus basierenden Ausblick noch vergrößern.

Die Songs auf der LP treffen den Kern dessen, was Neil Frances ausmacht, und sind zum ersten Mal durch einen gemeinsamen, zusammenhängenden Faden verbunden. Das Album erzählt die Geschichte eines Insekts, das seinen Platz in einer utopischen Traumlandschaft finden will - eine Geschichte, die man vielleicht am besten im Moment eines NF-Gigs oder in einem dunstigen, rot gefärbten Raum mit dem Lieblingsgetränk in der Hand genießt.  Die Band erklärt: "Auf unserem neuen Album geht es um Selbstverwirklichung und darum, der Mensch zu werden, von dem man träumt. Das Konzept ist, dass wir Insekten auf der Erde sind, die ins Weltall aufsteigen, um Diven auf einem galaktischen Ball zu werden."

"It's Like A Dream" ist der "Set it off"-Track, den man am besten bei voller Lautstärke aufdreht, um das Wochenende im Geiste von Kylie Monogue, Robyn, Amber und Jessie Ware zu beginnen. "On A Dark Night" gibt mit seinem Refrain den Ton für den Rest des Albums vor. "I Can Feel The Pressure" schickt uns zurück in die R&B-meets-Indie-Welt der 90er Jahre, während “We're Falling Up" in die Italo-Disco geht und eine tief verborgene Bedeutung, in Anlehnung an eine Formulierung des großen Nile Rodgers ist. Everyday With You" ist eine Hymne, die von einem Bobby-Caldwell-Sample angetrieben wird und den Gemeinschaftsgeist aus den ersten Tagen des Lockdowns einfängt. Durch den Einsatz von Vintage-Drumcomputern wie der Roland 808 und Drumtraks, Effektgeräten wie dem Roland RE-501 Chorus Echo sowie einer Vielzahl von Synthesizern und Keyboards experimentieren die Songs in einem ganz bestimmten Bereich: Man erkennt einen Neil Frances-Song sofort, wenn man ihn hört.

"Bei einem Album muss man in der Lage sein, herauszuzoomen und das größere Bild zu sehen, und das gibt einem die Chance, Persönlichkeit zu zeigen und ein bisschen mehr von einer Geschichte zu erzählen", sagt Feller. "Wir haben hier eine Reise geschaffen. Und wir wissen jetzt mehr denn je, worin wir gut sind und was wir am Musikmachen lieben."

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