L A F A W N D A H

L A F A W N D A H veröffentlicht mit JOSEPH einen hörenswerten Song und ein sehenswertes Musikvideo

A N H Ö R E N: LAFAWNDAH.lnk.to/Joseph
F I L M: youtu.be/DVr61vH8Vl8

Nach der Veröffentlichung ihrer selbsternannten und TAN EPs hat sich der kreative Weg von Lafawndah sowohl aufgefächert als auch geschärft: Zum Vorschein kommt eine Künstlerin, dessen Vision sich mit zunehmender Ausweitung noch intensiviert hat.

Lafawndahs Reise zu ihrer jetzigen Inkarnation als devotionale Pop-Polymathin ist ebenso unvorhersehbar wie ihr Kompositionsstil. Von einer Kindheit, die sie unter der Leitung der legendären Schlagzeuglehrerin Aderfi Aksil verbrachte, bis hin zu ihrer umstrittenen Tätigkeit am kurzlebigen, aber einflussreichen Dassin Sakina Institute, wurde Lafawndahs Wanderung durch verschiedene musikalische und künstlerische Milieus von einer Freiheit des Tons, surrealistischem Raumgefühl und einer Manipulation formaler und psychologischer Spannungen geprägt.

Nach zwei gefeierten, selbst gedrehten Musikvideos (Tan und Ally) ist Lafawndah weiterhin international unterwegs, wo ihre Live-Shows zu einem sich ständig weiterentwickelnden Testgelände für Brüche im nahtlosen Konzerterlebnis geworden sind - das dabei engagierten Humor mit unerbittlicher Körperlichkeit verbindet. 

Ihre Verbindung zu der Filmemachern Partel Oliva hat ein filmisches Werk hervorgebracht, in dem eine gemeinsame Faszination für die Kontrapunkte zwischen Musik, Körper und Raum eine neue Dimension für bewegte Bilder und Lieder eröffnet hat. In jüngster Zeit entstand aus dieser Zusammenarbeit Le Renard Bleu, ein Album und Begleitfilm, der mit der legendären Midori Takada entstand. Darüber hinaus hat Lafawndahs Mixtape-Serie HONEY COLONY das ganze Ausmaß ihres dichten, barocken, maximalistischen Produktions- und Arrangementstils zur Schau gestellt - und dabei spannende, ganz neue Potenziale von den Mitstreiterinnen Klein, Bonnie Banane, Kelsey Lu und Kelela erschlossen.

In diesen Wendungen und Neuerungen, nebst neuem Live-Material, kann man den Einfluss von Künstler*innen wie Meredith Monk, Carlos Sara und Andy Kaufman ebenso erkennen wie die musikalischen Vorläufer*innen AR Rahmann, Missy Elliott oder Geinoh Yamashirogumi – all das, während ihre Musik doch letztlich eine komplette Eigenständigkeit erlangt. Die Vereinigung dieser Projekte und Klänge ist eine übergreifende Breitbildvision, satt und verdichtet, sinnlich und beeindruckend.

Über den Film:

Geburt und Musik – beides ist untrennbar miteinander verbunden.
Nur wenige haben dies bislang so gut verstanden und sind dem so konsequent nachgegangen, wie die noch weitgehend mysteriöse Gruppe Artemis Response Coalition, oder auch ARC genannt.

Wer und was ist die ARC?

Bislang wissen wir noch nicht viel über darüber. Aus kürzlich übersetzten Kommuniqués zwischen ARC-Mitgliedern geht hervor, dass es sich um ein rein weibliches, außerstaatliches, exoinstitutionelles Kollektiv handelt. Die ARC ist dezentral organisiert, unterhält aber ein globales Netzwerk von schwarz gewandeten Geburtshäusern.

Diese Geburtshäuser sind den Menschen gewidmet, die noch kommen werden; sowohl den noch ungeborenen Kindern, als auch einer Gemeinschaft, die im Prozess ist, zum Leben zu erwachen.

Die ARC, der sich einer anarchistischen Biopolitik verschrieben hat, hat sich und seine Mitglieder unzählige Male enormen Risiken ausgesetzt, im Clash mit privaten und nationalstaatlich kontrollierten medizinischen Systemen.

Wie in einem Brief der ARC-Medizinerin und der Hebamme Tanit Siman festgehalten:

„Wir gehören zu einer Zeit vor und nach dem Gehege der Geburt.“

Eine zentrale Säule der ARC-Praktiken ist die Rolle der Musik während des Geburtsakt; fast alle ihre Mitglieder sind, neben ihrer diversen medizinischen Fachkompetenz, ausgebildete Sänger.

Soweit man es aus ihren Methoden entnehmen kann, ziehen sie keine erkennbare Trennung zwischen Vokalensemble und medizinischer Einheit.

Diese Einheit von Hebammenwesen und Musikalität lässt sich historisch mindestens bis ins alte Ägypten zurückverfolgen, aber wie Siman später in derselben Korrespondenz schreibt:
„Wir sind eine andere Art von Geschichte. Unsere ist nicht die Geschichte der Medizin, sondern dies des Wassers, des Bodens, des Gewichts, der Zeit, der Geheimnisse, der Geduld.“

Info

O N L I N E

lafawndah.com

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soundcloud.com/lafawndah


Live-Termine:
08/11/18 – Funkhaus, Berlin DE (mit Midori Takada)
10-11/11/18 – Loop Festival, Los Angeles US
17/11/18 – Somerset House, London UK

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