L A F A W N D A H

LAFAWNDAH ‘ANCESTOR BOY’

Das Debütalbum von Lafawndah, ANCESTOR BOY, das am 22. März 2019 über ihr eigenes Label CONCORDIA veröffentlicht wird, ist nichts weniger als ein musikalisches Manifest. Ein kraftvolles Statement einer Künstlerin, die sich weder in Umfang noch Intensität ihres Werks begrenzen lässt.

Sie eröffnete das Jahr mit der kühnen Single DADDY und erschließt schon hier absolutes Neuland auf ihrem ganz eigenen, sehr persönlichen musikalischen Terrain. Hier wird Club- und Pop-Musik in eine aufregend, unerschlossene, fast erotische Moderne geführt.

Lafawndahs Jahr 2018 war bereits gespickt von unzähligen musikalischen Highlights und Erfolgen - darunter ein gefeierter Auftritt mit den Kollegen Tirzah, Kelsey Lu und anderen in der Londoner South Bank im Dezember, der aus ihren gefeierten HONEY COLONY Mixtapes heraus entstand. Ihre generations- und mediumsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Musik und Film mit der japanischen Ambient-Legende Midori Takada in Le Renard Bleu (mit KENZO und Partel Oliva) setzt sich in diesem Jahr fort, in neuen Formen: Eine vollständige Produktionsperformance mit dem Titel "Ceremonial Blue" wird im April im Londoner Barbican uraufgeführt.

Durch das schmerzhaft schöne, selbst gedrehte Video für JOSEPH - ein Schlaflied und eine Ode an das Neugeborenenleben, das zusammen mit Jamie Woon geschrieben wurde und auch auf ANCESTOR BOY zu hören ist - hat Lafawndah auch als unabhängige Regisseurin eine Duftmarke gesetzt, mit einer einzigartigen Vision über mehrere Medien und Kunstformen hinweg.

Nachdem sie mit ihren TAN EPs bereits für Wirbel gesorgt hat, gräbt Lafawndah in ANCESTOR BOY tiefer, um Emotionen aus der tiefen Vergangenheit und Zukunft zu erkunden. Die Körperlichkeit des Albums ist unverkennbar; die Erinnerungen fast mineralisch. Es ist eine Geschichte für ein noch zu entstehendes Volk, das aus dem Bedürfnis heraus entstanden ist, andere zu finden. Im Kern der klanglichen und lyrischen Haltung des Albums steht der Wunsch, die Unsicherheiten zu teilen, wenn man nirgendwo hingehört.

Der Maximalismus von ANCESTOR BOY, der mit Hilfe der Mitstreiter Nick Weiss, Aaron David Ross und L-Vis 1990 entwickelt wurde – ist eine opulente Anreihung an Details, Gefühlen und Ideen, getragen durch ein widerkehrendes lyrisches Motiv: das Gefühl, dass ein Körper, ein Leben lang, nicht groß genug für das ist, was man fühlt. Die Aufnahme trieft vor Erinnerungen, die über mehr als einen Geist geteilt werden, und erinnert an die Antagonismen des Geschichtenerzählens von Nina Simone. Die rhythmische Essenz von Lafawndahs Musik ist derweil noch entschlossener und psychedelischer geworden - und zieht eine Linie zwischen Jimmy Jams Turnt Industrialism on Control und dem wütenden Unbehagen des Red Mecca-era Cabaret Voltaire. Mit einer Songarchitektur, die wohl am besten als eine Mischung aus Chrom und Schmutz, Eis und Tiefe beschreiben lässt, verleiht Lafawndahs Finesse dieser LP absolute Suchtgefahr. ANCESTOR BOY präsentiert Popmusik, die weder imperialistisch noch lokal daher kommt - sondern vielmehr eine post-territoriale Freiheit demonstriert; vielleicht auch eine Folge der nomadischen Schöpfungsgeschichte des Albums zwischen Los Angeles, Mexico City, New York, London und Paris.

Lafawndahs Auftritte 2019:

14-17.03.19 – SXSW, TX USA - INFO

29.03.19 – ReWire Festival, NL - TICKETS

07.04.19 – CEREMONIAL BLUE w/ Midori Takada, Barbican, London UK - TICKETS

09-13.04.19 – Tremor Festival, PT - TICKETS

27.04.19 – DonauFestival, AT