Jan Bang & Eivind Aarset

"Snow Catches on her Eyelashes" - VÖ: 13.03.2020 (Jazzland/ Edel)

Ein norwegisches Klangdickicht: Der Gitarrist Eivind Aarset und der Live-Remixer Jan Bang veröffentlichen ihr erstes Duo-Album

Seit dem Ende der Neunziger Jahre sind Jan Bang und Eivind Aarset zwei der wichtigsten Klangforscher der an außergewöhnlichen Sounds nicht armen Musikszene Norwegens. Bangs und Aarsets gemeinsame Projekte sind zahlreich, darunter die Jazzland-Alben „Connected“ und „Sonic Codex“. Zuletzt waren beide auf „Dream Logic“ (ECM) zu hören, das All About Jazz als „leises Meisterwerk“ bezeichnete. Alle drei Alben wurden unter Eivind Aarsets Namen veröffentlicht – nun erscheint mit „Snow catches on her Eyelashes“ das erste echte Duo-Werk der Norweger.

Aarsets Gitarre ist hier weniger ein klar erkennbares Instrument als eine hypnotische Klangfläche, die säuselt und flackert und mit elektroakustischem Summen Trancestimmung heraufbeschwört. Die melodisch orientierte Seite des Gitarristen zeigt sich im verwehten „Serenade“ und auf „Two Days in June“, das Aarset für die 2017 verstorbenen Tänzerin und Choreographin Christine Brunel schrieb.

Jan Bang verbindet die zehn Kompositionen zu unscharf am Fenster vorbeiziehenden Klanglandschaften. Mit dem Einsatz manipulierter Field Recordings und Samples sowie dem Live-Sampling von Aarsets Spiel kreiert er ein dunkles Klangdickicht, das eher poetisch als bedrohlich ist. Mit Nils Petter Molvær (Trompete), Hilde Norbakken (Klavier), Anders Engen (Schlagzeug / Percussion), Audun Erlien (Bass) und einem Vocalsample von Sidsel Endresen featuret „Snow catches on her Eyelashes“ zahlreiche Gastauftritte, die durch Bangs elektronisches Treatment bis zur Unkenntlichkeit gefiltert werden.

„Snow catches on her Eyelashes“ enthält rätselhafte, meditative, cineastische Musik. Spuren von Jazz, Ambient und Electronica wehen hindurch. Ein Album, das sich jeglicher Kategorisierung entzieht – wie von Jazzland gewohnt.

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Weitere Infos: https://jazzlandrec.com

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