GOGO PENGUIN

GoGo Penguin kündigen Remix Album an! „GGP/ RMX“ erscheint am 7. Mai als CD/LP und digital. Ein erster Vorgeschmack erscheint mit der Single „Atomised“ (Machinedrum Remix)!

Ein Remix-Album von GoGo Penguin scheint auf den ersten Blick eine natürliche Entwicklung zu sein. Aber ganz im wahren Geiste der Band klingt es trotzdem nie wie ein vorhersagbarer Schritt. Seit das in Manchester ansässsige Trio (bestehend aus Pianist Chris Illingworth, Schlagzeuger Rob Turner und Bassist Nick Blacka) vor rund zehn Jahren auf der Szene auftauchte, wird es international für seine elektrisierenden Live-Performances, seine innovativen Soundtrack-Kompositionen und als ein Kollektiv gefeiert, das die Stimmungen von Electronica und Clubkultur ebenso kanalisiert wie minimalistische Einflüsse oder das Erbe des Jazz.

“GGP/ RMX” basiert auf einem Konzept, das die Band schon seit Jahren verfolgt; hier ist es nun bei einer lebendigen Neugestaltung ihres fünften Albums “GoGo Penguin” auf wirklich brillante Weise in die Tat umgesetzt worden. Jeder einzelne Track des Albums wurde neu interpretiert. Darüber hinaus gibt es aber auch noch eine fesselnde neue Version des Stücks “Juwels Petit_a”, das erst nur in Japan veröffentlicht wurde, bevor es auf GGPs digitaler EP “Live From Studio 2” erschien. Die Band hat persönlich eine Reihe der weltweit innovativsten Künstler-Produzenten und Remixer angeworben und dieses Werk im Laboratorium von Blue Note konzipiert, um das Erbe des legendären Jazzlabels im 21. Jahrhundert fortzuführen.

“GGP/RMX” ist eine willkommene und passende Ergänzung des gefeierten GGP-Aufnahmekatalogs, den das Trio 2012 mit seinem Debütalbum “Fanfares” startete, für das es von Gilles Peterson einen Worldwide Award erhielt. Der Nachfolger “v2.0” wurde zwei Jahre später für einen Mercury Prize nominiert und führte zu einem langfristigen Plattenvertrag mit dem renommierten Label Blue Note Records, bei dem GoGo Penguin 2016 mit “Man Made Object” ihren Einstand gaben. Seinen internationalen Ruf festigte die Band dort in der Folge mit “A Humdrum Star” (2018), der EP “Ocean In A Drop (Music For Film)” (2019) und dem besonders inspirierten Meisterwerk “GoGo Penguin” (2020), das die Blaupause für die Remixe von “GGP/RMX” lieferte.

Das Album “GGP/RMX” ist ein eindrucksvolles Zeugnis für die transformative Kunst des Remixes; es spiegelt aber zugleich auch das musikalische Können der drei Protagonisten von GGP und deren globale Reichweite wider. Letztere manifestiert sich unter anderem in den weltumspannenden Freundschaften mit den Produzenten und Remixern, die mit ihren Visionen dafür gesorgt haben, dass die Tracks auf “GGP/RMX” so intuitiv und manchmal geradezu symbiotisch klingen.

Eröffnet wird das Album mit dem erfrischend farbigen “Kora”-Remix der Tokioter Musikikone Cornelius (eigentlicher Name Keigo Oyamada), der in der US-Presse einst als “neuzeitlicher Brian Wilson” und “japanischer Beck” gefeiert wurde. Er zollt dabei nicht nur GGPs Manchester-Erbe Tribut, sondern auch seinen eigenen Beziehungen zu der britischen Musikszene der 70er und 80er Jahre, die einen prägenden Einfluss auf seine erfolgreiche Band Flipper’s Guitar hatte. Ebenfalls aus Japan stammt der innovative Musiker und Sounddesigner Yosi Horikawa, der in der Szene sowohl für seine experimentellen Field Recordings als auch seine elektronischen Produktionen gefeiert wird und hier einen ungemein suggestiven Remix von “Embers” gefertigt hat

Der aus North Carolina stammende Musiker und Produzent Travis Stewart, der vor allem unter dem Pseudonym Machinedrum bekannt ist, schuf aus den instrumentalen Elementen von “Atomised” einen ebenso geschmeidigen wie unbändigen EBM-Knaller. Die Nummer ist auch die erste Single-Auskopplung von “GGP/RMX”. In starkem Kontrast dazu steht die wunderbar nachdenkliche Version von “F Maj Pixie” des französischen Produzenten Rone (eigentlich Erwan Castex), der gleich im Anschluss noch eine vollkommen andere Neuinterpretation desselben Tracks von dem britischen Elektronik-Nonkonformisten und Bassvirtuosen Squarepusher (Tom Jenkinson) folgt, mit dessen Live-Band Shobaleader One GGP schon Festivalbühnen geteilt haben. Squarepusher verschmilzt dabei auf spannende Weise und sehr effektvoll akustische und technologische Elemente miteinander.

Aufregende und umfassende Neuinterpretationen liefern auch einige weitere zeitgenössische britische Talente: Nathan Fake knöpfte sich “Open” vor, James Holden verpasste “Totem” einen majestätischen Remix mit filmischen Qualitäten und Clark (Chris Clark) verlieh “Petit_a” eine unglaublich kantige und düstere Energie. Wie GGP stammen auch zwei der hier gefeatureten Produzenten/Remixer aus Manchester, die von derselben fiebrigen kreativen Kraft der Stadt beseelt sind: Club-Pionier Graham Massey (808 State) begeistert mit seinem (aber)witzig-verspielten Remix von “Signal In The Noise”, während Nachwuchstalent Shunya (der unter seinem wirklichen Namen Alan Keary auch als Jazzbassist, Violinist, Bratschist und Cellist aktiv ist) bei seiner Überarbeitung von “To The Nth” auf einziartige Weise fast schon klassische Elemente mit moderner Elektronik kombinierte. Den eindringlich Schlusspunkt des Albums setzen die Breitwand-Minimalisten des Portico Quartet mit ihrer ergreifenden Rekonstruktion von “Don’t Go”.

Die Tracks von “GGP/RMX” düften das Publikum zwar immer wiederauf den Dancefloor treiben, beschränken sich aber keineswegs darauf. Denn die Musik pulsiert und fließt in viele unterschiedliche Richtungen und transportiert einen nicht selten in ganz neue Gefilde.

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