DOUG CARN

Doug Carn, Adrian Younge, Ali Shaheed Muhammad “JID 005” - VÖ am 11. Dezember 2020!

Erste Single "Desert Rain" ab sofort - https://jazzisdead.lnk.to/JazzIsDead005 

Unter den Helden und Innovatoren der 70er Jahre - spirituell/progressiv/funk/jazz - ist Doug Carn immer ein wenig unter dem Radar geflogen. Er hat sein Handwerk lange Zeit mit Geduld und Hingabe betrieben und absolut atemberaubende Alben veröffentlicht, die von den Kennerinnen und Kennern geschätzt werden, aber selbst dem Jazz-Mainstream weniger bekannt sind, auch wenn sein Einfluss unter seinen Kollegen zu spüren ist. Er kam Ende der 60er Jahre aus Florida und gab sein Plattendebüt als vielleicht wichtigstes Mitglied des Black Jazz-Repertoires. Zwischen 1971-75 veröffentlichte er vier Alben für das Label, die als Klassiker des Black Consciousness gelten. Ein Schlüsselaspekt des Erfolgs dieser Alben waren die eindringlichen und kraftvollen stimmlichen Beiträge seiner damaligen Frau Jean Carn, deren fünf Oktaven Stimmumfang für denkwürdige Interpretationen von Klassikern wie "Peace" (Horace Silver), "Little B's Poem" (Bobby Hutcherson), "Blue And Green" (Miles Davis) und Dougs eigenem "Power And Glory" sorgten.

Dougs eigenes Werk auf akustischem und elektrischem Klavier auf all diesen Alben platzierte ihn fest in das Reich von Zeitgenossen wie Lonnie Liston Smith, Herbie Hancock und George Duke, und sie wurden durch die Sideman-Arbeit einer Reihe von Koryphäen wie Olu Dara (aka Nas Sr.), Charles Tolliver, Alphonse Mouzon und dem legendären Cannonball Adderley-Bassisten Walter Booker unter anderen noch weiter gefestigt. Nach dieser klassischen Ära setzten Doug und Jean ihre eigenen Wege getrennt fort, Jean als Solo-R&B-Star mit einer Reihe erfolgreicher Alben und Singles für Philadelphia International Records und Doug als derselbe brillante und kreativ-unruhige spirituelle Jazz-Avatar, der er schon immer war. Glücklicherweise haben sich in den letzten zehn Jahren die Bahnen von Doug und Jean immer wieder gekreuzt, und oft treten sie wieder zusammen auf.

Dougs neuestes Projekt, sein Album in der von Adrian Younge und Ali Shaheed Muhammad geleiteten Reihe Jazz Is Dead, nimmt seine einzigartige und zeitlose Kunst und stellt sie in den Kontext einer Musikkultur, die sich immer an seinen Klassikern der 70er Jahre orientiert hat. Man kann den musikalischen Geist, der legendäre Alben wie Infant Eyes und Adam's Apple geschaffen hat, nicht wiederholen, aber die Begegnung mit Younge/Muhammad schafft etwas, das einen Vergleich mit Carn's früherem Werk wert ist, das aber nur jetzt gemacht werden konnte. Seine kompositorische und improvisatorische Integrität bleibt durchweg unbestreitbar. Ein Stück wie "Desert Rain" (die erste Single des Albums) evoziert mühelos filmische Bilder, die sich auf einer Wüstenebene genauso gut abspielen könnten wie in einer städtischen Seitenstraße.

All das, was Doug Carn zu dem gemacht hat, was er ist, ein Name, der seit Jahren in ehrfürchtigem Tonfall ausgesprochen wird, ist auf diesem triumphalen neuen Werk deutlich zu hören.

Info

VÖ: 11.12.2020

Format: CD/ LP Digital 

https://jazzisdead.co/ 

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