Delhia De France "Oceanides"

„Spin the wheel of chances“ haucht Delhia De France auf dem letzten Stück Spin The Wheel :Styx ihrer neuen EP Oceanides, bevor eine radikale Wand aus Drums und Synthies ihre Vocals pulverisiert und der Song mit sanften Pianoklängen verstummt.

Der Anfang vom Ende. Oder besser, am Ende der Anfang: Der Abschlusssong greift den Faden auf, den die Schicksalsgöttinnen der Moirai auf ihrer gleichnamigen Debüt-EP gesponnen haben.

Erneut mit Langzeitkollaborateur Robot Koch entstanden, schält sich auf ihrer zweiten EP noch deutlicher Delhias eigener Sound-Entwurf heraus. Zwischen warmen, fließenden Synthies, schweren bis martialischen Drums und Melodieführungen, die sich im gleichem Atemzug angenehm und befremdlich anfühlen, zeichnet Delhia De France mit jedem ihrer vier Songs schemenhafte Bilder deren Gegensätzlichkeit sich fühlbar auflöst ohne das man je genau den Finger darauf legen kann.

OpenerFriend :Kalypso bettet einen sanft in samtige Chords, während Delhia darüber gleitet und ihr ganzes Songwriting-Potenzial auf knappen 5min entfaltet. Das darauf folgende Reach :Dione (geschrieben mit Robot Koch und Produzent Crada, der u.a. mit Alicia Keys, Drake, Kendrick Lamar arbeitete) besticht durch eine den ganzen Song begleitende pulsierend-bassige Wärme und hypnotische Vocals, die sich durch eine schimmernde Dunkelheit ihren Weg ins Licht suchen.

Mit markerschütternden Drums und eindringlichen Chören beschwört die hymnenhafte Single Tremors :Nemesis ein Beben herauf, dessen zerstörerische Wut nur Neuanfang bedeuten kann. Und schlussendlich das bereits erwähnte Spin The Wheel :Styx, in das sich Delhias wandelbare Stimme in seiner ganzen Dunkelheit und Verletzlichkeit ergiesst:

„Das Dunkle in ihrer Musik und die Leichtigkeit ihrer Stimme hat etwas zweifellos laszives - wie eine Sirene aus einer anderen Welt“ sagt der UK Blog Higherplains über sie.

Das antike Göttinnenmotiv, dem sich Delhia gern in ihrer visuellen Arbeit bedient, bestimmt auch das Artwork und Konzept von Oceanides: als Wassernymphen in der griechischen Mythologie sind sie Wesen mit verführerischen Stimmen und dunklen Geheimnissen, wohlwollende Helfer und gnadenlose Schicksalslenker - die vier Songs tragen ihre Namen und Bedeutung weiter:

„Ich mag die Metaphorik der griechischen Mythologie, wie sie weltliche Konzepte poetisch darstellt und das alltäglich Banale und die Natur würdevoll und göttlich macht. Es schafft Nähe und Verbundenheit in einer Welt in der sich vieles getrennt anfühlt, vor allem oftmals wir selbst von einander.“

Produzentin, Writerin, Performerin, Visual Artist - Delhia gestaltet jeden Aspekt ihres kreativen Outputs selbst. Aus dem thüringischen Jena kommend lebt sie inzwischen in Berlin und Los Angeles. Beschränkt sich ihr Output auf den ersten Blick auf zwei EP’s, so findet man beim zweiten Hinsehen ein eindrucksvolles Oeuvre an Kollaborationen mit Größen wie Adriatique, Steve Bug, Deadbeat, Robag Wruhme u.a. Erstere haben einen  Remix für die Single Nemesis beigesteuert, weitere Reworks von namhaften Künstlern wie Monkey Safari und Fur Coat folgen.

Delhia trat zuletzt auf einem der wichtigsten Show Case Festivals, dem SXSW in Texas USA, auf und wird einige ausgewählte Konzerte und Festivals in Europa spielen.

Live-Termine:

24/05 Fulldome Festival, Planetarium Jena GER

25/05 Futur2 Festival Hamburg GER

22/06 Planetarium Hamburg GER /support Robot Koch „Sphere"

29/06 Planetarium Luzern CH  /support Robot Koch „Sphere“

Info

Label: Eat the Fruit

Vertrieb: Believe

VÖ: 26.06.2019


Delhia De France im Netz:

www.delhiadefrance.com

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