Communions

Neue Besetzung, neues Label, endlich neue Musik: Das dänische Brüder-Duo Communions veröffentlicht neue Single „Splendour“ am 27. November bei Tambourhinoceros

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Kaum eine Band aus Dänemark hat in so jungen Jahren so viel bewegt wie Communions:Sie gingen noch zur Schule und schüttelten morgens regelmäßig den Staub vom Mayhem aus den Klamotten – jener Kopenhagener Underground-Adresse, die schon Iceage und Pardans hervorgebracht hatte –, als Communions im Jahr 2014 ihre Debüt-EP „Cobblestones“ veröffentlichten. Es war der Auftakt für eine extrem produktive Phase: Schon 2015 legten sie die EP „Communions“ nach, 2017 das Album Blue, dann noch ein paar in Eigenregie veröffentlichte Singles – sowie zuletzt die EP „Flesh and Gore, Dream and Vapor“ im Jahr 2019.

Diesen Monat melden sich Communions zurück – in neuer Besetzung und erstmals auf dem Label Tambourhinoceros aus ihrer Heimatstadt Kopenhagen.

Die zwei Brüder bilden den Kern der neuen Besetzung

Nach nunmehr sechs Jahren, drei EPs, einem Studioalbum, unzähligen Shows und Festivalauftritten sowie etlichen Tourneen in andere Ecken der Welt (u.a. auch nach Japan und in die USA), haben die Rehof-Brüder – Martin (Gesang, Gitarre) und Mads (Bass) – den Entschluss gefasst, das Line-up nach dem Abgang ihrer langjährigen Bandmates zu erneuern. Während die beiden Ex-Mitglieder Jacob van Deurs Formann (Gitarre) und Frederik Lind Köppen (Schlagzeug) auf der neuen Single „Splendour“ zwar noch zu hören sind, darf man Communions ab sofort als Familienangelegenheit bezeichnen: Die beiden Brüder bilden gewissermaßen das Rückgrat der Band. Um diesen familiären Kern jedoch haben sie ein neues Bandgefüge aufgebaut – und spielen live ab sofort in fünfköpfiger Besetzung.

Die neue Single „Splendour“ handelt von zerstörerischer Liebe

Ihren Einstand beim Hometown-Label Tambourhinoceros zelebrieren die neu formierten Communions am 27. November mit der schizophren-aufgewühlten neuen Single „Splendour“ – einem Song über eine „krankhafte, unerreichbare Liebe. Es geht um ein Gefühl, das eine zerstörerische Kraft hat“, wie die Band es formuliert. Martin Rehof singt im Verlauf von einer „crowd of lovers“, die dermaßen fern- und lustgesteuert sind, dass der übertriebene Liebesrausch sie schließlich ins Grab führt – „leaping in the grave“. Hier reinhören

Was anfangs noch nach jugendlicher Unschuld und harmloser Anbetung klingt – „when fountains spring/soak her in“ –, verwandelt sich im Verlauf des Songs in eine zerstörerische Kraft und mündet in einen Sumpf aus Blindheit, Betrug und Unvernunft.

Cupid’s slings

Have gone and made you blind

And wilfully oblivious

To the lurking pain behind each

Exquisite frame 

„Ich würde gar nicht mal sagen, dass der Song unbedingt von einer konkreten Person handelt“, sagt Martin Rehof über die verschiedenen Bedeutungsebenen von „Splendour“. Stattdessen gehe es „eher im abstrakteren Sinn um die erdrückende Kraft, die gewisse Dinge im Leben haben können. Zum Beispiel liebe ich es, mich künstlerisch auszudrücken, und ich kann daran auch gar nichts ändern – nur passiert es natürlich ziemlich oft, dass der Prozess wehtut und zu rein gar nichts führt. Da ist also eine Sache, wie auch immer man sie bezeichnen will, die einen gewissermaßen auserkoren hat – und nicht umgekehrt. Vielleicht ist es mit Schmerzen verbunden, aber andererseits genießt man es auch irgendwie; du kannst es akzeptieren, dich damit anfreunden, ja sogar daran wachsen. Der Kontext ist derselbe wie bei Menschen, die abhängig nach anderen oder nach einer Sache sind – das Kräfteverhältnis und die ganze Dynamik ist in beiden Fällen in Schieflage.“

Das Spiel mit derartigen Schieflagen schlägt sich auch im Sound von „Splendour“ nieder: „Die Gitarre haben wir durch einen Vocoder aufgenommen“, erzählt Martin, der den Aufnahmeprozess insgesamt als „schizophren“ bezeichnet – schließlich habe dieser Prozess die Inhalte der neuen Songs widerspiegeln sollen. Während sich im Text von „Splendour“ die Dinge verdunkeln, die anfänglichen Hoffnungsschimmer schnell ins Gegenteil umkippen, fungiert die musikalische Bindung der Rehof-Brüder als Gegenkraft, die immer wieder durchschimmert und den bedingungslos ehrlichen Geist von Communions unterstreicht.

Songtext von „Splendour“:

When fountains spring

Soak her in

With what you see

And what you say

And what you dream

Adorn despair

Happily lost

‘Cause you long to drop a dime into the depths

Of her wishing well
’Til your blood runs cold
Slightly ill with heightened sensibility

One with the mire

Your soul’s on fire

But you won’t sigh

And you won’t care

And you won’t cry

Behold her splendour

Her splendour

Every night

The more that people swarm
Around her face
The less her eyes resemble anyone
But you might feel
Chosen from
A crowd of lovers waiting at her door
Every night
For a chance to play
The game that’ll have them leaping in the grave

With emotions purged
And no sense of self
Spoken by a language not their own

Behold her splendour

Her splendour

Every night

You’re crushed under the weight

Of bubbling scum
And forms of things unknown
That flourish and fade

With hesitating lights

From distant planets

That’ll swallow you

And spit you out

Cupid’s slings

Have gone and made you blind
And wilfully oblivious
To the lurking pain behind each

Exquisite frame

You’re crushed under the weight

Of bubbling scum
And forms of things unknown

That flourish and fade
With hesitating lights
From distant planets
That’ll swallow you

Splendour

Her splendour