BELL ORCHESTRE

BELL ORCHESTRE VERÖFFENTLICHEN EIN SURREALES TECHNICOLOR VIDEO FÜR VII: COLOUR FIELDS BEFOR IHR LANGERWARTETES NEUES ALBUM HOUSE MUSIC AM FREITAG ERSCHEINT

REGIE FÜHRTE DER TROMPETER UND FILMEMACHER KAVEH NABATIAN UND ALLE SECHS MITGLIEDER SIND ZU SEHEN INMITTEN DER KANADISCHEN WÄLDER IN EINEM AUDIOVISUELLEN FESTSCHMAUS

HIER ANSCHAUEN https://youtu.be/ezkiWIazMdE

17. März 2021. Heute, vor der Veröffentlichung ihres mit Spannung erwarteten neuen Albums, veröffentlicht die in Montreal beheimatete Band Bell Orchestre das offizielle Musikvideo zum Album-Höhepunkt VII: Colour Fields. House Music ist das erste neue Album der Gruppe seit über 10 Jahren und erscheint diesen Freitag auf ihrem neuen Label: Erased Tapes.

Unter der Regie von Kaveh Nabatian, mit der Kameraführung von Nicolas Canniccioni und dem Schnitt von Matthew Rankin, stellt dieses Video eine lebhafte visuelle Abkehr von den Schwarz-Weiß-Bildern dar, die zuvor in ihrem Performance-Film zu sehen waren, der am vergangenen Wochenende im Rahmen der "Inside Out"-Reihe des Southbank Centre in London und beim Ecstatic Music Festival in New York unter großem Beifall uraufgeführt wurde.

Inmitten den unberührten kanadischen Wälder spielt die komplette Band - Sarah Neufeld (Violine, Gesang), Richard Reed Parry (Bass, Gesang), Pietro Amato (Waldhorn, Keyboards, Elektronik), Michael Feuerstack (Pedal Steel Guitar, Keyboards, Gesang), Kaveh Nabatian (Trompete, Gongoma, Keyboards, Gesang) und Stefan Schneider (Schlagzeug) -, wobei sowohl die Farben der herbstlichen Landschaft als auch ihre klangliche Odyssee durch verschwommene, verzerrte Linsen und pulsierendes Flimmern verstärkt werden.

House Music, ein immersives Ökosystem eines Albums, hat seine Wurzeln in der Improvisation. Mit dem Vermächtnis von Größen wie Talk Talk, The Orb, Miles Davis aus der Bitches Brew-Ära und dem verstorbenen Ennio Morricone im Hinterkopf, fängt House Music die impulsive, verbindende, mysteriöse Poetik ein, die in Echtzeit stattfindet. Sowohl das Album als auch das visuelle Gegenstück entfalten sich als ein einziges langes Stück - eine aufgenommene und dann geformte Improvisation. Klassische und elektronische Instrumente führen genreübergreifende musikalische Welten zusammen.

Später behutsam editiert und in Form gebracht, zum Teil auch ergänzt, besteht das Album größtenteils aus diesem einen Originalmitschnitt, wobei auch die grundlegende Struktur der einzelnen Sätze erhalten wurde. Dieses eine Musikstück – nahezu komplett während der Aufnahme erdacht und entstanden – entwickelte sich ohne jede Vorgabe, abgesehen von einer kurzen Harmonie-Schleife, die Parry als Ausgangspunkt vorgeschlagen hatte, welche das Album insgesamt zusammenhält und vorwärtstreibt durch den Prozess des Zur-Welt-Kommens: Dynamisches, zügelloses Wachstum folgt darauf, bis zum ultimativen Nachlassen der Kräfte dieses musikalischen Ökosystems, das sich in der Session entfaltet. Was die Band damit erschaffen hat, ist ein Album, das die Konturen eines gelebten musikalischen Augenblicks offenlegt.

„Hätte man die vordere Außenwand des Hauses abgetrennt und einen Blick ins Innere geworfen, wäre da unten im Erdgeschoss, wo sich sonst das Wohn- und Esszimmer befindet, die Bläsersektion zu sehen gewesen – wo so unglaublich viel gleichzeitig passiert ist. Ein einziges Tohuwabohu war das, diverse Tische waren übersät mit Kalimbas und Harmoniken, Synthesizern und Hörnern. Dann ging’s eine Ebene darüber weiter, wo ich und Richie uns befanden, in einem ganz leeren, sehr warm klingenden hölzernen Schlafzimmer. Nebenan spielte Mike seine Pedal-Steel im Bad, im selben Stockwerk wie wir. Und dann die Treppe hoch und durch die Decke auf den Dachboden, da war Stefan, alleine mit seinem Schlagzeug. Drumherum ein großes Grundstück, und wenn man dann nach draußen ging, um Pause zu machen, schaute man sich um und hörte, wie dieses ganze verrückte Zeug von den verschiedenen Stockwerken zu einem herüberdrang. Das gesamte Tal war davon erfüllt, und da waren so viele Felsen, von denen der Klang reflektiert wurde. Es war echt unheimlich und wundervoll“, berichtet Sarah.

„Die meisten meiner Lieblingsaufnahmen haben so ein erforschendes Element und so etwas Zufälliges in der Musik, ein Gefühl, in dem das Wesen eines musikalischen Geistes sichtbar wird, da man ja einerseits absolut konzentriert ist auf eine spezifische Idee, zugleich aber auch umherstreift und diejenigen musikalischen Welten erkundet, die diese Ideen umgeben“, so Parry. „Ich glaube, den Zuhörer*innen gibt es am meisten, wenn man musikalischen Geistern dabei zuhört, wie sie eine Idee erkunden – also nicht bloß einem Musiker, der eine vorgefertigte Idee hat und sie hundertfach einstudiert hat, bis alles daran perfekt und glattgebügelt ist. In dieser Aufnahme erkundet jeder von uns sechs zeitgleich die eigenen Ideen, und wir lauschen intensiv den weit geöffneten Geistern der anderen – und sind zugleich tief versunken in unsere eigenen schrägen und wunderschönen kleinen, inneren Musikwelten.“

House Music erscheint in seiner ganzen Pracht am Freitag den 19. März auf Erased Tapes.

Übrigens: Unsere lieben Freunde vom Haldern Pop Festival präsentieren am Samstag, 27. März, die Deutschlandpremiere des Performance-Films, der im Rahmen der "Inside Out"-Reihe des Southbank Centre in London und des Ecstatic Music Festivals in New York uraufgeführt wurde, exklusiv in Deutschland  - der Kartenvorverkauf beginnt am 19. März ab Mitternacht hier: www.haldernpop.de

Info

Stream & Pre Order: https://idol.lnk.to/HouseMusic

Kat.-Nr.: ERATP141

EAN: 3663729137012

Format: LP – CD – DL

Label: Erased Tapes

Vertrieb: Indigo   

www.bellorchestre.com

www.erasedtapes.com

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